Einzeltherapie

In einer wertschätzenden Atmosphäre ist in der Einzeltherapie Raum für das individuelle Anliegen. Das läßt sich an einem Beispiel anschaulich darstellen:

" Martin, 35 Jahre alt, Angestellter in leitender Position klagt über Schlafstörungen und Lustlosigkeit in der kargen Freizeit.

Es konnten keine körperlichen Ursachen für diese Befindlichkeit gefunden werden, aus diesem Grunde denkt er selbst an seelische Gründe.

Bei der eingehenden Exploration stellt sich heraus, dass der Beginn des Symptoms mit der Übernahme der Leitungsposition zusammenfällt. Seine Haltung Konflikten aus dem Wege zugehen, (im privaten, familiären Bereich) führten ihn anfangs immer umfangreicher, hinsichtlich Zeit und Verantwortung, in seine Arbeit. Jetzt nach gut zwei Jahren fühlt er sich ausgelaugt und leer. "

"Martin" leidet unter einem "Burnout Syndrom". Er ist der "Überengagierte", dessen Einsatz die Folge eines unbefriedigten Privatlebens ist. Im Gespräch wird also einerseits der "Nutzen" der Situation und andererseits der "Preis" klargemacht.

In einer genauen Situationsanalyse und mit Einbeziehung der individuellen Persönlichkeitsfaktoren, erarbeiten Therapeutin und Klient gemeinsam, eine befriedigende Lösungsstrategie.

In der Systemischen Therapie führt der "verborgene Gewinn" eines Symptoms auf den Lösungspfad. So ist auch das Symptom Teil eines Ganzen.